Dekanin

Die Dekanin leitet den Fachbereich einer Universität. Er wird am Fachbereich 08 für die Dauer von zwei Jahren vom Fachbereichsrat gewählt und oft als „primus inter pares“ bezeichnet, der für die Wahlperiode einen administrativen Dienst verrichtet. Obwohl die grundlegenden Entscheidungsbefugnisse an der Universität Bremen beim Rektor bzw. beim Kanzler liegen, besitzt die Dekanin Einflussmöglichkeiten zum Beispiel als Vertreter der Dekane im Akademischen Senat und in der Dekanerunde (einem informellen Zusammenschluss der Dekane aller Fachbereiche), so das die Interessen des Fachbereichs gegenüber der Universitätsleitung angemessen vertreten werden können.

Nach § 89 (5) BremHG entscheidet die Dekanin über die Verwendung der dem Fachbereich zugewiesenen Mittel, Stellen und Einrichtungen. Er steuert die Mittelbewirtschaftung, die Übertragung bestimmter Lehraufgaben zur Sicherstellung des erforderlichen Lehr- und Prüfungsangebots und er erarbeitet Vorschläge zur Gewährung von Leistungsbezügen. Bei unaufschiebbaren Angelegenheiten, in denen eine notwendige Entscheidung des zuständigen Organs nicht rechtzeitig herbeigeführt werden kann, kann die Dekanin die erforderlichen Maßnahmen als Eilentscheidung treffen.

Die Dekanin vertritt den Fachbereich nach innen und außen. Sie leitet die Sitzungen des Fachbereichsrates und sorgt für die Ausführung der Fachbereichsratsbeschlüsse. Weiterhin erstellt er Haushaltsvoranschläge, bereitet Struktur- und Entwicklungspläne vor, führt Perspektivgespräche mit dem Rektorat und trifft mit der Universitätsleitung Zielvereinbarungen.

Dies setzt ein hohes Maß an Sachkompetenz voraus sowie intensives Kommunizieren in alle Richtungen.
Die enge Kooperation mit der Fachbereichsverwaltung ist dabei unverzichtbar.