Qualität in der Lehre

Qualitätsmanagement am Fachbereich 08

 

Am 27. Mai 2009 hat der Akademische Senat der Universität Bremen eine Ordnung für ein Qualitätsmanagementsystem für Lehre und Studium an der Universität Bremen beschlossen. Dieses sieht vor, Lehre und Studium an der Universität Bremen unter Einbindung von Lehrenden und Studierenden systematisch zu beobachten und zu verbessern. Diese Ordnung basiert auf dem Bremischen Hochschulgesetz (§§ 69, 87,89). Die Verantwortung für das QM obliegt grundsätzlich den Fachbereichen, innerhalb der Fachbereiche trägt das Dekanat und hier vor allem die*der Studiendekan*in die Verantwortung für das QM.

Die zentrale Grundannahme ist, dass Studium und Lehre verbesserungswürdig sind, dass Studium und Lehre verbessert werden können und dass ein Qualitätsmanagementsystem dabei helfen kann, dieses Ziel zu erreichen.

Die wesentlichen Aufgaben des Qualitätsmanagements bestehen darin:

  1. Qualitätsziele für Lehre und Studium in den verschiedenen Studienprogrammen des Fachbereichs zu formulieren
  2. Den Ist-Zustand zu erheben:
    o Durchführung von Lehrveranstaltungsevaluationen und Befragungen zu Studienprogrammen
    o Erhebung und Analyse von Kennzahlen
  3. Den Ist-Zustand mit den vorher definierten Zielen abzugleichen:
    o Vergleich der Ziele mit den erhobenen und analysierten Daten
  4. Gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung von Lehre und Studium einzuführen

 

Ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem bedarf klarer Zuständigkeiten und Abläufe. Im Fachbereich 08 wurde daher ein Qualitätskreislauf implementiert, der diese Zuständigkeiten und Abläufe definiert und somit zur Sicherung der festgelegten Qualitätsstandards für Lehre und Studium sowie deren Weiterentwicklung beiträgt. Mit Hilfe des Qualitätszyklus wird ein klar strukturierter Kommunikationsprozess zwischen allen Beteiligten eingeführt.

 

Leitlinien und Qualitätsziele

 

Die vier wesentlichen, fächerübergreifenden Qualitätskriterien im FB 08 sind:

- Studierbarkeit der Studienprogramme

  • Berechneter und in CP ausgedrückter Workload und realer Arbeitsaufwand decken sich; es ist möglich, das Studium in der Regelstudienzeit (ohne Berücksichtigung von inviduellen wirtschaftlichen und sozialen Faktoren der Studierenden) abzuschließen.
  • Bereitstellung von Studienberatung, Informationsveranstaltungen und aktuell gehaltenen Informationsmedien (z.B. Studienführer inkl. Modulhandbücher für die einzelnen Studienprogramme, Internetauftritt der Institute und des FB, dort einfacher Zugang zu zentralen Informationen und Ordnungen wie BPO, MPO, Zulassungsordnungen etc., Mailverteiler, fächerspezifisches „Kompendium“ zum wissenschaftlichen Arbeiten).
  • Die Prüfungsstandards der Fächer sind für alle Lehrenden verbindlich und sie sind auf den jeweiligen Institutshomepages nachlesbar (z. B. Studienleitfaden); sie sind den Lernzielen der jeweiligen Module angepasst.
  • Studieren unter erschwerten Bedingungen wird ermöglicht: Die FBR-Beschlüsse zum familienfreundlichen Studium und zum Nachteilsausgleich für Studierende mit Beeinträchtigungen werden in den Fächern umgesetzt.

- Hohe Lehrqualität: Forschendes und forschungsbasiertes Lernen, Weiterbildung der Lehrenden

  • Hoher Wert des wissenschaftlichen Arbeitens, systematische Heranführung an die Forschungslogik der jeweiligen Fächer und die Vermittlung der allgemeinen Qualitätsstandards des wiss. Arbeitens.
  • Lehr- und Prüfungsformen werden vielfältig gestaltet und sind an die Ziele und Inhalte der Module angepasst.
  • Es werden Lehrformen angeboten, die das eigenständige, forschende Lernen sowie die Präsentation von Forschungsergebnissen unterstützen, z. B. in Forschungsseminaren, Studierendenkonferenzen etc.
  • Es wird angestrebt, dass ein möglichst großer Teil der Lehrenden hochschuldidaktische Kenntnisse erwirbt, die Teilnahme an hochschuldidaktischen Fortbildungen wird gefördert.

    • Den Mitgliedern des Mittelbaus werden Freiräume zur Weiterbildung eingeräumt.
    • Der Fachbereich (Dekanat) beteiligt sich an den Kosten für die hochschuldidaktische Weiterbildung der Mitglieder des Mittelbaus, indem Teilnahmegebühren auf Antrag anteilig erstattet werden können

- Praxisorientierung

  • Die Studiengänge sind kompetenzorientiert ausgerichtet. Es wird deutlich, welche Kompetenzen über die Fachinhalte hinaus vermittelt werden (z. B. in den Modulbeschreibungen).
  • Praktika sind in den Curricula der Studiengänge verankert. Die Studierenden erhalten Unterstützung und Beratung durch die Verantwortlichen in den Studiengängen und das Zentrum Studium und Praxis.
  • Die einzelnen Fächer bieten General Studies-Kurse an, die zentrale Kompetenzen stärken und sich an dem General Studies-Konzept des FB 08 orientieren. Der FB macht zusätzliche, fächerübergreifende Angebote.
  • Der Fachbereich unterstützt die Fächer bei der Verzahnung von Studium und Praxis, z. B. durch Angebote des Zentrums Studium und Praxis (ZSP), einen Praxistag des Fachbereichs, das PraxisForum des Fachbereichs 08 auf Stud.IP etc.

- Internationalisierung

  • Die Fächer streben an, die Kooperationen mit ausländischen Universitäten zu erhalten bzw. zu erhöhen.
  • Die Institute des Fachbereichs 08 ermöglichen extracurriculare Auslandsaufenthalte.
  • Es gibt in den Fächern Beratungsangebote für Auslandssemester und Ansprechpartner für ausländische Gaststudierende (Erasmus-Beauftragte etc.).
  • Die Fächer halten eine gewisse Anzahl an englischsprachigen Lehrangeboten vor. Mindestanzahl sind 4 SWS pro Institut pro Semester.
  • Die Mobilität von Dozierenden und Verwaltungskräften über das Erasmus+Programm wird ausdrücklich unterstützt. Es werden Angebote für Gastdozierende und ausländische Studierende gemacht, um ihnen das Studium in Bremen zu erleichtern (z. B. Welcome Day, Handreichung für Gastdozierende). Das Internationale Büro des FB 08 initiiert und koordiniert diese Aktivitäten.
  • Das Internationale Büro des FB 08 unterstützt die Fächer bei ihren Internationalisierungsbemühungen.